{"id":525,"date":"2015-09-02T13:25:06","date_gmt":"2015-09-02T11:25:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.tordy.at\/?p=525"},"modified":"2022-03-06T12:21:55","modified_gmt":"2022-03-06T11:21:55","slug":"20-jahre-dialog","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.tordy.at\/index.php\/2015\/09\/02\/20-jahre-dialog\/","title":{"rendered":"20 Jahre Dialog"},"content":{"rendered":"<p>Heute habe ich meine Rede (wieder) gefunden, die ich 2001 anl\u00e4sslich des 20j\u00e4hrigen Bestehens des Vereins Dialog gehalten habe. Als Reminiszenz an &#8222;damals&#8220; hier der Wortlaut.<\/p>\n<blockquote><p>&#8222;Kennt ihr das Greenpeace-Plakat: \u201eDie Erde ist ein 46 Jahre alter Mensch?\u201c Also ich finde das Plakat ausgezeichnet. Warum? Wegen der ersten Zeile: \u201eStellen sie sich vor, die Erde ist nicht 46 Milliarden Jahre alt sondern ein Mensch von 46 Jahren.\u201c Punkt. Ich h\u00e4tte gerne, dass ihr das, was ich nachher jahreszahlen- oder zeitangaben-m\u00e4\u00dfig noch sagen werde, unter dem Gesichtspunkt von 46 Milliarden Jahren Erdengeschichte betrachtet. Was spielen da 1, 2 oder selbst 99 Jahre eine Rolle&#8230;<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Dieser Hinweis ist alleine schon deswegen wichtig, weil auch die Geburtsstunde des Dialog jahreszahlenm\u00e4\u00dfig ein klein wenig im Dunkeln liegt. Aber im Angesicht von 46 Milliarden Jahren ist das wohl nicht so von Belang. Es kann 1979, 1980 oder 1981 gewesen sein. Es waren jedenfalls die fr\u00fchen 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts.<br \/>\nUnd dass wir uns richtig verstehen, wir waren damals nicht nur kalendarisch im vorigen Jahrhundert, sondern auch kulturell und irgendwie psychodings. Erinnert ihr euch noch, z.B. an die Mode? Damals hat man die breiten Schulterpolster getragen, nicht nur unter den Sakkos, nein, auch unter den Pullovern, den T-Shirts und wer wei\u00df sonst wo! Die Haare knapp schulterlang und gekringelt (kurz darauf sind die Str\u00e4hnchen gekommen), wei\u00dfe Socken waren hoch popul\u00e4r. Eine Ausbildung zur SozialarbeiterIn hat damals zwei Jahre gedauert und herausgekommen sind sie mit einem eigenen Modestil: Sozialarbeiter trugen damals Latzhosen, Sozialarbeiterinnen indische Kleider oder Sarongs, wichtig: lila musste dabei sein. Ein Brickerl hat S 2,50 gekostet, im Radio liefen die uns\u00e4glichen ABBA, in der \u201eMusicbox\u201c spielten sie schon \u201eThe Boss\u201c, und, ich wei\u00df nicht ob das wirklich stimmt, aber \u201elove is in the air\u201c war auch popul\u00e4r. im Fernsehen gaben sie Miami Vice (mit jeder Menge Jagd auf Drogendealer und in den h\u00fcbschen Sakkos\u2026), in \u00d6sterreich hatten wir damals die gro\u00dfen Friedensdemos, eine sozialdemokratische Regierung unter Kreisky, Dallinger war Sozialminister. In den Vereinigten Staaten hatte Otto Kernberg zu dieser Zeit bereits nicht nur ein komplettes \u2013 und komplett unleserliches \u2013 Buch \u00fcber Borderline-St\u00f6rung geschrieben, nein, Heinz Kohut hat dem bereits widersprochen gehabt, Woody Allen war damals bereits seit Jahr und Tag in Psychoanalyse und in Westeuropa hat man unter Psychotherapie so ziemlich alles verstanden, was einerseits nicht medizinisches Heilen, trotzdem irgendwie nerv- und herzzerrei\u00dfend war. Weh musste es tun. Und weh hat sie getan, die \u201eharte Liebe\u201c in den Encounter-Gruppen am Friedrichshof, in den W\u00e4ldern rund um die gro\u00dfen St\u00e4dte sowie in den station\u00e4ren Einrichtungen der Psychiatrie (vor und nach der Reform). Dort hat man gerade begonnen gehabt, diese und andere neue Methoden an den eben abgesonderten Drogens\u00fcchtigen auszuprobieren.<\/p>\n<p>Vor zwanzig Jahren also haben sich in einem Hinterzimmer einer gro\u00dfen \u00f6sterreichischen Versicherungsgesellschaft ein paar Freunde (und Freundinnen?) und Bekannte der Familien zusammen gefunden, um etwas Neuartiges in Sachen Behandlung von Drogenabh\u00e4ngigen auszuprobieren: ambulante Betreuung von Drogenabh\u00e4ngigen, -gef\u00e4hrdeten und ihren Angeh\u00f6rigen. Der \u201eDialog\u201c war geboren! Eine \u00f6sterreichische Erfolgsgeschichte nimmt ihren Anfang.<br \/>\nDie M\u00e4r geht, dass sich etwa um die Zeit herum (ein paar Jahre fr\u00fcher wird es wohl gewesen sein&#8230;) ein Jugendlicher in den Vereinigten Staaten in seinem Hinterzimmer eingeschlossen hat und mit einem Produkt herausgekommen ist, das w\u00f6rtlich \u00fcbersetzt \u201ewinzigweich\u201c hei\u00dft. Es ist eine Befehlssprache f\u00fcr Rechenmaschinen, die f\u00fcr Haushalte irgendwie n\u00fctzlich sein sollten. Er hat damit den Grundstein f\u00fcr den All-American-Dream gelegt. Ich stell mir gerade vor, wie der junge Bill Gates damit nach \u00d6sterreich kommt und sagt: \u201eich hab \u201aWinzigweich\u2019 erfunden.\u201c Mit ein bisschen Pech w\u00e4re der junge Mann von zwei Herrn, ganz in wei\u00df, besucht worden, die gesagt h\u00e4tten: \u201eleiwand, Oida, und wir haben eine h\u00fcbsche wei\u00dfe Jacke f\u00fcr dich, die man hinten kn\u00f6pfen kann\u201c. Vielleicht w\u00e4re er dann mit den selben oder \u00e4hnlichen Medikamenten behandelt worden, mit denen ein junger Arzt in dem erw\u00e4hnten Wiener Hinterzimmer \u2013 nicht ganz legal \u2013 versucht hat, die Leiden der S\u00fcchtigen zu lindern. Nicht nur uns w\u00e4re damit manche Schwierigkeit erspart geblieben, h\u00e4tte man den Gr\u00fcnschnabel und seine halbfertigen Produkte rechtzeitig aus dem Verkehr gezogen.<\/p>\n<p>Zuerst haben der junge Arzt und seine Freunde (und Freundinnnen) ehrenamtlich gearbeitet. Nicht viel sp\u00e4ter hat es die erste bezahlte Halbtagsstelle f\u00fcr eine Sozialarbeiterin gegeben. Die beiden haben sich das Zimmer geteilt. Vielleicht wollten sie es dem Jungen aus den Staaten gleich machen und haben sich auch darin eingeschlossen. Herausgekommen ist jedenfalls die \u201epsychosoziale Betreuung\u201c. Ein durchschlagender Erfolg. Keine therapeutische Station oder Ambulanz in \u00d6sterreich, die heute auf \u201epsychosoziale Betreuung\u201c verzichten mag. Psychosoziale Betreuung kann man sich auch als Befehlssprache vorstellen, diesmal kombiniert aus medizinischem und paramedizinischem Latein: f\u00fcr die Behandlung von psychisch Kranken halt. Wie das genau funktionieren soll, wei\u00df ich sowenig wie bei MS-DOS, ich wei\u00df aber, dass wir vergangenes Fr\u00fchjahr viel M\u00fche hatten, dies unserem ISO-Zertifizierungs-Begleiter zu erkl\u00e4ren. Und ich wei\u00df, dass ich\u2019s mittlerweile in einem unserer Handb\u00fccher nachlesen kann. Handb\u00fccher, die die Absicht verfolgen, das Unerkl\u00e4rliche zu erkl\u00e4ren, gibt es auch unter den Programmierern. Und immer, wenn es eine Frage zum \u2013 sagen wir \u2013 Quellcode gibt, die bereits beantwortet sind, kommt via E-Mail die Antwort:\u201ertfm\u201c Ein K\u00fcrzel f\u00fcr \u201eread that fuckin\u2019 manual\u201c. Das kann mir unsere QM-Beauftrage jetzt auch sagen!<br \/>\nB\u00f6se Zungen w\u00fcnschen sich, Arzt und Sozialarbeiterin h\u00e4tten damals vielleicht mehr Radio h\u00f6ren sollen (ich sag nur: \u201elove is in the air&#8230;\u201c), dann h\u00e4tten wir heute nicht das Quirks mit der psychosozialen Betreuung\u2026<br \/>\nWie auch immer, von da weg ist es Schlag auf Schlag gegangen. Zuerst ein Zimmer dazu, dann noch eines, dann der ganze Stock, dann wieder nur ein paar Zimmer. Substitutionstherapie wurde gesetzlich zugelassen. Das Personal ist mehr geworden. Der Verein hat sich stabilisiert. Die ersten Abg\u00e4nger (und Abg\u00e4ngerinnen) haben Schwesterorganisationen in ganz \u00d6sterreich aufgebaut, alle mit dem \u2013 \u00fcbrigens kostenlosen \u2013 Programmcode \u201epsychosoziale Betreuung\u201c; \u2013 im Prinzip haben wir damit \u201eUnix\u201c und die Idee der \u201eopen source\u201c Technologie vorweg genommen. Schade dass man daf\u00fcr nichts verlangen kann&#8230;<\/p>\n<p>Im Jahr 2001 haben wir ein Jahresbudget von etwas mehr als 26 Mio ATS, im Jahr davor waren es rund 24 Mio., im Jahr davor ein bisschen weniger und so weiter. In den letzen f\u00fcnf Jahren werden wir so auf rund 100 Mio ATS gekommen sein. Die 15 Jahre davor werden das in etwa auch eingespielt haben. Vielleicht auch ein bisschen mehr. Es war mir nicht m\u00f6glich, die genauen Zahlen von meinem Urlaubsort aus zu recherchieren. Sagen wir, damit es besser klingt, eine Viertel Milliarde Schillinge in 20 Jahren.<br \/>\n250 Millionen Schillinge. Bei einem Preis von 2,50 ATS sind das 100 Millionen Brickerl. Mehr als United Food von den Dingern in einem Jahr weltweit absetzt, nehm\u2018 ich an. Das ist besser als einen Zug zu \u00fcberfallen. Auf lange Sicht ist da mehr drinnen. Und es ist v\u00f6llig legal. Es sind Steuergelder. Die hat irgendein armes Schwein erarbeitet, ein anderer hat\u2019s ihm weggenommen und uns gegeben. Was haben wir damit gemacht? Das ist die Frage, die uns alle Jahre wieder die Politik in der Gestalt unserer Geldgeber fragt. Zurecht \u00fcbrigens. Die Politiker werden von ihren W\u00e4hlerInnen gefragt: \u201ewas habt ihr mit unseren Steuergeldern gemacht?\u201c Die m\u00fcssen dann hurtig eine Antwort parat haben. Sonst sind sie abgew\u00e4hlt. Und andere haben das sagen, zum Beispiel die mit den \u201eSozialschmarotzern\u201c, dem \u201eArbeitsdienst\u201c und dem \u201eflei\u00dfigen, t\u00fcchtigen kleinen Mann\u201c im Mund.<br \/>\nDa helfen ihnen unsere Berichte ungemein. Und wir haben uns auch viel M\u00fche damit gegeben: Alle Dialog-Berichte der vergangenen 20 Jahre \u00fcbereinandergestapelt, mit ihren \u2013zigfachen Kopien, ergeben mindestens zwei S\u00e4ulen vom Boden bis an die Decke. All das beschriebene, bedruckte, kopierte, versandte, bekritzelte und sonst wie von uns verwendete Papier der letzten 20 Jahre: daf\u00fcr mussten die \u00f6sterreichischen Bundesforste einen kleinen Wald roden! So gesehen sorgen wir jedenfalls f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze im \u201eprim\u00e4ren Sektor\u201c der Volkswirtschaft. Und wir tragen zum Ozonloch bei. Da k\u00f6nnen andere dr\u00fcber forschen. (Zum Beispiel \u00fcber den Zusammenhang von Dialog, Ozonloch und dem Gro\u00dfwerden von Winzigweich. Und wie sie dann ihre Ergebnisse dem staunenden Publikum mit Winzigweichs \u201eKraft-zeigen\u201c pr\u00e4sentieren.)<br \/>\nWas haben wir sonst mit dem Geld gemacht? Alleine 2000 haben wir 1400 unterschiedliche Personen gesehen, heuer waren es bisher auch schon viele und 1999 deutlich \u00fcber 900. Wenn wir das so vorsichtig hochrechnen, dann haben wir in den vergangenen 20 Jahren wohl mehr Menschen mit einer Drogenproblematik gesehen, als \u00d6sterreich \u00fcberhaupt hat! Wie das geht? Das wei\u00df ich nicht. Aber vielleicht so wie der Verkehrexperte Knoflach uns das immer mit den neuen Stra\u00dfen erkl\u00e4rt: Eine neue und leistungsf\u00e4hige Stra\u00dfe zieht solange den Verkehr an, bis deren Leistungsf\u00e4higkeit zusammenbricht. Eine noch leistungsf\u00e4higere neue Stra\u00dfe, eine Autobahn muss dann gebaut werden. Vielleicht erzeugen wir ja die Suchtkranken, die wir dann behandeln? Gut, vielleicht sind in meiner Rechnung auch ein paar Fehler drin: aber ich hatte keinen Zugang zu unserm Archiv, und unser Freund Bill hat noch keine M\u00f6glichkeit gefunden, dass unser leistungsf\u00e4higes Dokumentationssystem sowohl on- als auch offline arbeitet, ohne dass es hintennach zu einem Crash kommt. Au\u00dferdem: L\u00e4nger als 4 Jahre reicht der Datenbestand darin noch nicht zur\u00fcck. Wenn \u00fcberhaupt. Ich erinnere mich an den Fr\u00fchsommer 2000. Das ist eine Szene wie aus Pulp Fiction. Die Szene, als John Travolta und sein Partner eine handvoll Jungendlicher \u201eerledigen\u201c, aber einen der Jungen im Auto mitnehmen, zu ihrem Gangster-Boss. John h\u00e4lt seine Pistole auf das eingesch\u00fcchterte Jungchen, derweil er und sein Partner sich streiten, ob das, was sie da oben in der Wohnung erlebt haben, nun ein Wunder war oder nicht. Dann kommt eine Bodenwelle. Der Schuss l\u00f6st sich und sie haben m\u00e4chtig viel aufzur\u00e4umen in dem Auto. Bei uns war es \u00e4hnlich: eine Bodenwelle und 6 Monate Arbeit waren gel\u00f6scht. Blo\u00df: uns hat kein Mr. Smartass Harvy Keithel geholfen. Wir haben unsere Lektion gelernt! Fragen zu \u201eHorizont\u201c? Ich sag nur \u201ertfm\u201c!<br \/>\nWas haben wir sonst noch mit dem Geld gemacht? Zu Beginn betreuten wir Drogenabh\u00e4ngige, \u2013gef\u00e4hrdete sowie deren Angeh\u00f6rige. Heute betreuen wir Suchtkranke mit einer breiten Angebotspalette (psychosoziale Betreuung ist auch darunter!), gehen hinaus in die Schulen und Betriebe, erarbeiten Pr\u00e4ventionskonzepte, bieten Kurse an, sind in Partnerschaften eingebunden \u2013 SozAk St. P\u00f6lten, Donau Uni Krems, EQUAL, wir betreiben eine Ambulanz und d\u00fcrfen darin Medikamente verschreiben, die andere nicht d\u00fcrfen. Gut, wir haben noch kein Forschungsprojekt gestartet, aber vielleicht wird das erste eines sein, wo wir Heroin als Medikament der Wahl ausprobieren. Ich kenn da ein paar \u00c4rzte, die w\u00e4ren ganz scharf drauf.<br \/>\nWir haben einen festen Platz im Netzwerk der Wiener Drogeneinrichtungen und einen guten Namen. Der Dialog gilt zu Recht als Trendsetter in der Arbeit mit Suchtkranken: Die Angebote sind wohl \u00fcberlegt und k\u00f6nnen sich halten. Das gilt f\u00fcr die Arbeit mit Einzelnen, Gruppen und komplexen Systemen. Unsere Berichte sind Vorlage f\u00fcr andere Einrichtungen, aus unseren Reihen kommt der Drogenbeauftragte der Stadt Wien. Und, wenn ich nicht irre, wir haben das Ohr am Puls der Zeit: Ich sag nur Kommunikationsplattform, E-Mail-Service, Chat und ISO. Erinnert ihr euch noch an die Klausur vor drei, vier Jahren: \u201eIch bin ein E-Mail und will da rein!\u201c? So ist das mit der neuen Zeit. (Jetzt haben wir die E-Mails und wissen nicht, was wir damit machen sollen&#8230;)<br \/>\nDer Dialog hat in den vergangenen 20 Jahren knapp 100 Personen einen Arbeitsplatz geboten, alleine heuer arbeiten mehr als 50 Personen f\u00fcr diese Einrichtung. Das ist ein \u2013 gar nicht so kleines \u2013 mittelst\u00e4ndiges Unternehmen. Und alle haben sich einer Aufgabe verschrieben: Die vielf\u00e4ltigen Aufgabenstellungen dialogisch, im Gespr\u00e4ch, zu l\u00f6sen! Beispielgebend zu sein.<\/p>\n<p>Ich war vor ein paar Wochen auf einer besonderen Geburtstagsfeier. Meine Tochter ist 18 Jahre alt geworden. Die Kindesmutter hat sich bei den anwesenden Bekannten und Verwandten f\u00fcr deren \u201eupbringing\u201c bedankt. Sie haben ihr den Boden und das Netz bereitet, dass sie das geworden ist, was sie ist. Ich finde das einen tollen Gedanken, den ich aufgreifen m\u00f6chte: Ich m\u00f6chte mich \u2013 stellvertretend f\u00fcr den Dialog \u2013 bei allen M\u00fcttern und V\u00e4tern, allen Patenonkeln und \u2013tanten, allen Erbverwandten sowie den 12 Feen und der einen f\u00fcr ihren Beitrag zum Gro\u00dfwerden des Dialogs bedanken. Ihr und Sie haben den Dialog zu der Einrichtung gemacht, die er heute ist: eine Organisation die erwachsen und selbst\u00e4ndig ist, die dem anderen mit Respekt begegnet, die sich um das Verstehen bem\u00fcht, die eine Organisation ist, die von den anderen anerkannt, respektiert und vielleicht auch ein klein wenig bewundert wird.<br \/>\nIch bin davon \u00fcberzeugt, dass eine Organisation eine Art von lebendigem Organismus ist: Blo\u00df, dass solch ein Organismus l\u00e4nger leben kann, als seine menschlichen Verwandten. Ich w\u00fcnsche dem Dialog ein so langes Leben wie den anderen gro\u00dfen Vereinen \u00d6sterreichs: dem \u00d6AMTC, \u00d6GB, KP\u00d6, Alpenverein, Rotes Kreuz, ASB\u00d6, usw. Auf die n\u00e4chsten 100 Jahre Dialog.<br \/>\nDanke sehr.&#8220;<\/p><\/blockquote>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute habe ich meine Rede (wieder) gefunden, die ich 2001 anl\u00e4sslich des 20j\u00e4hrigen Bestehens des Vereins Dialog gehalten habe. Als Reminiszenz an &#8222;damals&#8220; hier der Wortlaut. &#8222;Kennt ihr das Greenpeace-Plakat: \u201eDie Erde ist ein 46 Jahre alter Mensch?\u201c Also ich finde das Plakat ausgezeichnet. Warum? 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