Wie man eine Schlacht gewinnt, aber den Krieg verliert – Geschichten aus dem Gemeindebau

Ein Gemeindebau der späten 1950er Jahre. ExpertInnen erhalten Kunde von randalierenden Jugendlichen, die in dieser Wohnhausanlage ihr Unwesen treiben.

Die Jugendlichen sind schnell gefunden: 15 bis 20 Burschen in der Adoleszenz. Sie wohnen in der Anlage, fühlen sich mit ihr sehr verbunden, aber es sei ihnen halt fad. Wenn sie einen der vielen leerstehenden Sozialräume nutzen könnten, würden sie garantiert keine Dummheiten anstellen. Großes Indianerehrenwort.

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20 Jahre Dialog

Heute habe ich meine Rede (wieder) gefunden, die ich 2001 anlässlich des 20jährigen Bestehens des Vereins Dialog gehalten habe. Als Reminiszenz an „damals“ hier der Wortlaut.

„Kennt ihr das Greenpeace-Plakat: „Die Erde ist ein 46 Jahre alter Mensch?“ Also ich finde das Plakat ausgezeichnet. Warum? Wegen der ersten Zeile: „Stellen sie sich vor, die Erde ist nicht 46 Milliarden Jahre alt sondern ein Mensch von 46 Jahren.“ Punkt. Ich hätte gerne, dass ihr das, was ich nachher jahreszahlen- oder zeitangaben-mäßig noch sagen werde, unter dem Gesichtspunkt von 46 Milliarden Jahren Erdengeschichte betrachtet. Was spielen da 1, 2 oder selbst 99 Jahre eine Rolle…

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gekränkte Eitelkeiten

Über (psycho-)therapeutisches Tischtennisspielen und andere Formen (psycho-)therapeutischer Freizeitgestaltung

Unlängst hatte ich die Ehre in einer sozialpädagogischen Einrichtung einem denkwürdigen Dialog beizuwohnen:

Sozialpädagoge zum Psychotherapeuten: Sag, wenn ich mit den Kids Tischtennis spiele, sagst du, ich mach es mir leicht. Und vielleicht sagst du damit auch, ich sollte endlich zu arbeiten beginnen. Kannst du mir bitte erklären, warum du dann manches mal zwei Stunden am Stück mit dem Max Tischtennis spielst und offensichtlich Spaß hast?

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Gast und Psychotherapie

Über die Verwendung des Begriffes ‚Gast‘ im psychotherapeutischen Kontext

In Kliniken der psychiatrischen Rehabilitation gibt es gelegentlich die Tradition, alle von therapeutischer Behandlung Betroffenen als ‚Gäste‘ zu bezeichnen. Im nachfolgenden Beitrag mag ich mich mit wenigen psychotherapeutischen Implikationen des Gast-Begriffs im therapeutischen Kontext befassen.

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Peter Hacker, Ethik und Soziale Arbeit

In einem Beitrag von Bernd Koschuh für das Morgenjournal vom 11.12.2013 wird auf die deutlich gestiegenen Fälle von Besachwalterung eingegangen. Um 28 Prozent sei die Zahl der so entmündigten Personen in den letzten 5 Jahren gestiegen. Koschuh lässt in seinem Beitrag 3 Personen zu Wort kommen: Peter Barth, Familienabteilungsleiter im Justizministerium, Erich G., ein Betroffener mit Lernschwierigkeiten, wie er sagt und Peter Hacker, Geschäftsführer vom Fonds Soziales Wien.

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Eignung für die Beratung von Eltern im Außerstreitverfahren zuerkannt

Heute habe ich vom Bundesministerium fu?r Wirtschaft, Familie und Jugend Abteilung II/6 die  „Eignungsanerkennung für die Beratung von Eltern nach § 95 Abs. 1a AußStrG über die spezifischen aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse ihrer minderjährigen Kinder“ erhalten.

Das Bundesministerium für Justitz führt dazu aus: „Seit 1. Februar 2013 sind die Parteien einer einvernehmlichen Scheidung verpflichtet, vor Abschluss oder Vorlage einer Regelung der Scheidungsfolgen, dem Gericht zu bescheinigen, dass sie sich über die spezifischen aus der Scheidung resultierenden Bedürfnisse ihrer minderjährigen Kinder bei einer geeigneten Person oder Einrichtung haben beraten lassen.
Ohne eine derartige Beratung ist es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich, sich einvernehmlich scheiden zu lassen. Die Beratung haben die Parteien gegenüber dem Gericht – etwa durch Vorlage einer Bestätigung – glaubhaft zu machen, andernfalls kann sich das Verfahren erheblich verzögern.
Nach der Intention des Gesetzgebers ist es nicht erforderlich, dass die Eltern eine Einzelberatung besuchen. Da eine allgemeine Information über die mit einer Scheidung verbundenen Folgen für minderjährige Kinder im Vordergrund steht, können auch mehrere Elternpaare eine derartige Beratung gemeinsam in Anspruch nehmen.“

Case Management Trainer Zertifikat erhalten

Heute habe ich von der Deutschen Gesellschaft für Care und Case Management die Bestätigung erhalten als zertifizierter Case Management Trainer arbeiten zu dürfen. Diesem Antrag sind einige Jahre intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik vorausgegangen: Bücher lesen, Vorträge und Seminare halten, etc.

Jetzt bin ich der 7. von der DGCC anerkannte Case Management Trainer in Österreich